Die JHV und die Zeitenwende

FCK-Jahreshauptversammlung

Als am Sonntagabend das Betzelied durch die Fanhalle Nord hallt, gehen etwa 1000 Getreue des FCK Richtung Ausgang.
Hinaus in eine kalte Nacht und eine ungewisse Zukunft. Wer es bis dato noch nicht wusste, sah sich mit einem erschreckenden Ist-Zustand konfrontiert.
Ich möchte hier nicht die ganze JHV aufarbeiten. Das haben andere zur Genüge getan. Ein paar Punkte sollte man aber dennoch näher beleuchten.
Da wäre zum einen die sehr angenehme Atmosphäre, in der die Veranstaltung ablief. Wer erinnert sich nicht an die „Schlacht“ vom letzten Jahr? Am Ende fiel der König. Davon kann jetzt keine Rede sein. Die Verantwortungsträger machen einen guten Job. Davon kann man ausgehen. Endlich scheint aufm Berg wieder  Fussballkompetenz einzuziehen. Gepaart mit wirtschaftlichem Fachwissen und dem richtigen Ton im Umgang mit Fans und Sponsoren. Gerade Letzteres war nicht immer der Fall in vergangenen Zeiten.
Hinzu kommt die Tatsache, dass alte Stärken des Vereins wieder angepackt werden. Das bedeutet, dass man offensiv die Erfahrung ehemaliger FCK-Größen nutzen möchte. Darin könnte ein wichtiger Baustein für die Zukunft des Vereins liegen. Ein Blick nach München ist hier nicht abwegig. Bei den Bauern ist sogar der Platzwart Weltmeister, möchte man meinen. Man kann da denken, was man will. Man muss bei den Stärksten lernen, wie man es macht. Erfahrung und das FCK-Herz. Nur so gehts. Und Erfahrung haben wir in Hülle und Fülle aufm Berg. Da muss man sich nicht verstecken.
Wenn dann noch jeder, der bis jetzt nur hinter vorgehaltener Hand seinen Senf abgab, sich öffentlich und vorbehaltlos in den Dienst des Vereins stellt, kann uns so schnell keiner was vormachen. Das hier soll keine Anklage sein. Im Gegenteil! Wer von sich behauptet, ein echter Lautrer zu sein, steht auf und bekennt sich. Er repräsentiert die Tugenden des Vereins und zeigt, dass wir besonders sind. Lautrer eben!
Wir alle wissen, dass ein holpriger Weg vor uns liegt. „Wir waren klamm, aber nicht pleite!“ Dieser Satz sagt alles. Er schreibt uns die Philosophie vor, welcher wir folgen müssen. Ausbilden, formen und verkaufen. Dies ist der einzige Weg für uns! Wer an das Wunder des großen Sponsors glaubt, sollte sich zurücklehnen. Das könnte dauern. Aber wollen wir das? Stadionname weg ( zu welchem Preis?), Ausgliederung der Lizenzabteilung und und und…
Mir kommt da der Vorschlag von Demir Hotic gerade recht. Vielleicht geht er zu weit mit der Forderung, dass die Fans ihre Betzeanleihe nicht zurückfordern mögen. Dafür mussten die meisten Fans sehr hart arbeiten. Aber einige Fans haben vorgemacht, wie es gehen könnte. Sie verzichteten zugunsten des Vereins auf die Einlösung der Zinsscheine. Bis dato brachte das lt. Aussage von Klatt 30000€ Ersparnis. Ich schlage daher vor, dass nach Klärung der rechtlichen Lage, bezüglich angeblichen Provisionen von Grünewalt, die bei Nichteinlösung fällig geworden sein sollen, ein jeder mit sich in Klausur geht und sich fragt: Will ich in dieser Situation am FCK verdienen? Oder verzichte ich auf Zinsen und helfe, die Karre aus dem Dreck zu ziehen?
Ein noch viel interessanterer Vorschlag kam aus den Reihen der Fans: Erinnert wurde an die Aktion der Union-Fans in der Alten Försterei. Dort wurde in Eigenleistung der Umbau des Stadions betrieben.
Was, wenn wir ein Zeichen setzen und dieser Sache nacheifern? Was, wenn wir unser Trainingsgelände selbst fertig stellen? Wie viele Maurer, Elektriker und Maler haben wir in unseren Reihen? Wieviel Wissen und Potential steckt in unseren Fans? Ich glaube, dass wir einen Aufruf starten sollten. Jeder, der seine Fähigkeiten in den Dienst des Vereins stellt, und sei es nur stundenweise, würde mehr Herzblut zeigen, mehr Verbundenheit zum Verein bezeugen, als es sonst möglich wäre.
Vielleicht kann der Verein für all die Helfer und Unterstützer eine spezielle Form der Ehrung finden, die lebenslang daran erinnert, was da geleistet worden ist.

Mit dieser Aufforderung zum Handeln, überlasse ich Euch Euren Gedanken.
P.S. Ich bin kein Handwerker und kein Architekt. Aber zur Not schleppe ich Steine und fege den Hof. Für meinen FCK, dem ich nächstes Jahr als lebenslanges Mitglied die Treue schwören werde.

Forza FCK

H. Jordan

CEO und Gründer - Bastion Betzenberg
Hobby's : FCK und Bücher

Letzte Artikel von H. Jordan (Alle anzeigen)

Related posts