Es war eine Bauchentscheidung zum FCK zu wechseln

10 Fragen an … Martin Wagner

Von 1992 bis 2000 war Martin Wagner Spieler des 1. FC Kaiserslautern, und er hat während dieser Zeit nahezu alle Höhen und Tiefen, die ein deutscher Fußballer in seiner Karriere erleben kann, mitgemacht: Abstieg aus der Bundesliga, Pokalsieg, Wiederaufstieg, Meisterschaft – und Martin Wagner war stets mittendrin, statt nur dabei. 30 Tore erzielte er in 200 Spielen für den FCK, bevor er nach einem kurzzeitigen Engagement beim VfL Wolfsburg seine Profikarriere beendete. Heute ist er als Spielervermittler/-berater sozial engagiert und weiterhin eng mit dem Fußballsport verbunden. Für Bastion Betzenberg stand er in unserer Rubrik „10 Fragen an …“ Rede und Antwort.  

BB: Wie fühlt es sich an Teil einer Legende auf dem Betze zu sein?
M.W.: Ich fühle mich nicht als Legende, sondern als jemand, der wahnsinnig gerne seinen Job gemacht hat und es geliebt hat seinen sozialem Beitrag geleistet zu haben, mit dem was er kann Menschen zu erfreuen.

Nach dem Karriereende, gab es je die Option, als Trainer zu arbeiten?
Anfragen als Trainer hatte ich hin und wieder, aber der Zeitpunkt der Anfrage war nie der Richtige. 

Du arbeitest mittlerweile als Spielervermittler. Braucht es dabei einen besonderen Riecher für Talente? Wie muss man sich das vorstellen?
Ich war immer gerne für die Belange der Spieler da als Spielerberater. Für mich steht immer der Mensch im Vordergrund, nach dem Motto funktioniert der Mensch, funktioniert auch der Fußballer.

Wie eng ist die Verbindung derzeit zum FCK?
Der FCK wird immer in meinem Herzen seinen Platz innehaben und ich bin wahnsinnig stolz darauf was wir alle gemeinsam geschafft haben. Wir haben zusammen Bundesligageschichte geschrieben, Wahnsinn!!!!

Was war damals der ausschlaggebende Faktor für den Wechsel vom Club zum FCK?
Ehrlich gesagt musste der 1.FC Nürnberg aus Finanznöten Spieler verkaufen und ich war einer davon. Ich hatte das große Glück mich für den FCK zu entscheiden. Es war eine Bauchentscheidung und ich danke bis heute noch jeden Tag meinem Bauch für den Wink den er mir da gegeben hat!

Welches Spiel ist das schönste im FCK-Trikot in deiner Erinnerung?
Nicht das Schönste, ich würde eher sagen das wichtigste Spiel war gegen Wolfsburg in der Meistersaison Zuhause, als wir nach dem Spiel die Meisterschaft feiern konnten. Ein unfassbarer Moment den ich nie vergessen werde.

Gab es einen besonders hartnäckigen bzw. unangenehmen Gegenspieler?
Beim Kartenspielen im Bus hatte ich die unangenehmsten und hartnäckigsten Gegner und die hießen Heinz Bossert und Henri Loch. Verdammt gute Spieler und tolle Typen! 

Was hat die Zeit beim FCK Dir persönlich gegeben?
Ich bin sehr dankbar, dass mich die große FCK-Familie in ihr Herz aufgenommen hat und wir viel miteinander gelacht, geweint, gefeiert, gejubelt und gelitten haben. Ich bin stolz darauf sagen zu dürfen, ich bin ein roter Teufel und durfte in der Hölle auf Erden spielen, auf unserem Betzenberg!

Du hast es bis zum dt. Meister und in die Nationalmannschaft geschafft. Was gibst Du einem jungen Profi mit auf dem Weg?
Ich gebe den jungen Spielern immer mit auf den Weg „Talent alleine reicht nicht und wer seinen Traum leben will, muss hart, hart dafür arbeiten und leiden können“.

Wo siehst Du dich und den FCK in 10 Jahren?
Ich hoffe, ich lebe in 10 Jahren noch und kann mir auf der Westtribüne einen Heimsieg anschauen gegen den FC Bayern München in der ersten Bundesliga! Was ein Traum, oder????

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen! Vielen Dank, Martin Wagner, und weiterhin alles erdenklich Gute!

Foto Quelle: Martin Wagner

W. Engel

Autor - Bastion Betzenberg
Hobby's : Fussball und Musik

Related posts