Mächtig was los in Sandhausen

Mächtig was los in Sandhausen. Von Heiko Jordan. Nein ich bin nicht schockiert. Ernüchtert und in seinen Erwartungen bestätigt, trifft es eher. Da fährt man zum Tabellenletzten und kommt derart unter die Räder. In Sandhausen war was los. Das kann man durchaus so sagen. Chancenlos: Über die gesamte Spielzeit hinweg betrachtet, kann das Urteil nicht anders ausfallen. Mit viel gutem Willen, könnte man sogar ein paar Torchancen aufzählen. Doch das wäre beschönigend. Man hatte nie wirklich das Gefühl, es könnte sich das Spiel zu unseren Gunsten drehen. Ideenlos: Das Konzept des Trainers scheint irgendwie nicht in die Köpfe der Spieler einzudringen. Da will einer den Einwurf schnell ausführen, aber keiner macht mit. Da passen die Laufwege nicht und es reihen sich die Fehlpässe aneinander. Da wird auf Ballhalten gespielt, obwohl wir hinten liegen. Bälle werden einfach blind nach vorne bugsiert, ohne dass es einen Abnehmer gäbe. Drucklos: Nur sporadisch ist zu erkennen, das man unbedingt den Ball haben will. Das Pressing ist eher halbherzig und die Gegenspieler haben zuviel Platz. Man “ begleitet“ den Gegenspieler mehr, als dass man ihn ernsthaft unter Druck setzt. Mutlos: Erfahrene 2.Ligaspieler erwecken den Eindruck, dass sie nur möglichst schnell den Ball wieder los wären. Null Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Der Sicherheitspass zum Nächsten ist heilsbringend. Mit jedem Fehler steigt die Angst vorm Versagen. Aber nicht Hoffnungslos! Auch wenn der FCK in den Tiefen der 2.Liga rumkrebst: Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Wir müssen darauf vertrauen ,dass der Trainer die Kurve mit der Mannschaft kriegt. Dass die Verletztenliste spürbar kürzer wird und somit ein konkurrenzfähige Einheit entsteht. Dass letztendlich in der Mannschaft ein Geist Einzug hält, der sie beflügelt. Es wird eine gnadenlos schwere Saison. Soviel dürfte mittlerweile jedem klar sein. Unser Ziel kann nur heissen, am Ende „überm Strich“ zu stehen. Punkt. Wir habe die Wahl. Wir können jetzt wieder lauthals „Trainer raus“ rufen, wohlwissend, dass die Mannschaft dadurch nicht besser wird. Oder aber wir stehen das gemeinsam durch. Wir für den Verein in der Kurve. Die Jungs auf dem Platz. Denn fest steht eins: Niemand dort unten auf dem Rasen verliert gern. Niemand will den mitgereisten Fans nach Niederlagen in die Augen sehen. Wir alle sehnen uns nach Erfolgen und besseren Zeiten. Wir stehen erst am Anfang. Auch wenn es schwer fällt: Wir müssen zusammenstehen. „Wir haben die Schnauze voll“-Rufe liegen uns allen auf den Lippen. Doch helfen sie? Wohl eher nicht. Wir können nichts erzwingen. Aber alles dafür geben, damit es besser wird. Wir alle zusammen sind der FCK…

H. Jordan

CEO und Gründer - Bastion Betzenberg
Hobby's : FCK und Bücher

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